Mittelspiel

Edwards, Aktiv Schachspielen (franckh Schach)

franckh Schach
In den Korb
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Raymond Edwards

Praktische Tips von der Eröffnung bis zum Endspiel

Franck'sche Verlagshandlung Stuttgart 1987

102 Seiten, kartoniert

 

Die Geschehnisse bei den Weltmeisterschaftskämpfen Karpow gegen Kortschnoi und Karpow gegen Kasparow haben deutlich gemacht, daß menschliche Faktoren auf allen Leistungsebenen eine große Rolle spielen. Daß gerade der Ausgang einer Schachpartie diesen Einflüssen unterliegt, fand bislang in der Schachliteratur wenig Beachtung. Raymond Edwards, ein erfahrener Schachautor und zweimaliger Meister von Nordengland, ist es gelungen, anhand der von ihm ausgewählten Meisterpartien all die praktischen und menschlichen Probleme, die beim Schach von Bedeutung sind, aufzuzeigen. Alle Fragen, die im Zusammenhang mit dem Schachspiel in der Praxis auftreten können, werden ausführlich besprochen und durch zahlreiche Diagramme ergänzt.

 

Die wichtigste Botschaft, die dieses Buch jedoch vermittelt, ist die, daß jeder Schachspieler sich selbst und seine Fähigkeiten kennenlernt und dementsprechend spielen muß. (Text Cover)

 

ISBN 3-440-05807-7

Euwe/Kramer, Das Mittelspiel (Rattmann)

Rattmann
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Dr. M. Euwe/ H. Kramer

Das Mittelspiel

Verla: Das Schach-Archiv Fr. L. Rattmenn 1956

Gebunden, Kunstleder, Sehr gut erhalten, 74 Seiten

12 Bände

Florian, Entscheidung in der Schlußrunde (franckh Schach)

franckh Schach
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IM Tibor Florian

Ratschläge zur Vorbereitung - Beispiele zur Spieltaktik

Franckh'sche Verlagshandlung Stuttgart 1987

kartoniert, 80 Seiten

 

Wer glaubt, die Schlußrunde im Schachturnier sei wie jede andere auch, der irrt!

 

Was in den vorangegangenen Runden geschehen ist, kann später noch ausgeglichen werden, das Ergebnis der Schluß­runde hingegen ist endgültig. Dies gilt um so mehr, wenn eine Entscheidungspartie gespielt wird.

 

Daher weist die Schlußrunde ihre eigenen Gesetzmäßig­keiten auf und stellt eine besondere Situation dar, in der die nervliche Belastung des Spielers am höchsten ist. Welche Spiel­taktik soll er anwenden? Die Partie riskant, auf Biegen und Brechen anlegen, einen eher soliden Spielaufbau wählen oder zur  >Einschläferungstaktik<  greifen?

 

Ausschlaggebend wird u. a. das verfolgte Ziel - eine gute Plazierung, eine höhere Qualifikation oder auch ein zum Tur­niersieg ausreichendes Remis - sein.

 

Der Autor zeigt die hier möglichen verschiedenen Auffas­sungen und gibt praktische Ratschläge am Beispiel berühmter Entscheidungspartien, die die jeweilige Situation genau kenn­zeichnen.

 

Tibor Florian, IM seit 1948 und ein erfahrener Turnierspieler, ist als Meistertrainer und Internationaler Schiedsrichter aktiv. Er lebt in Budapest, seine Bücher sind in ungarischer, deut­scher, englischer und in italienischer Sprache erschienen. (Text Cover)

ISBN 3-440-05806-9

Lossa, Matt dem König - aber wie? (franckh Schach)

franckh Schach
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Günter Lossa

 

Der entscheidende Zug zum zwingenden Mattangriff

 

Franckh'sche Verlagshandlung 1987

 

kartoniert, 78 Seiten

Welcher Schachspieler kennt nicht die Situation, wenn in einer erfolgverspre­chenden Angriffsstellung einer Partie der Faden verloren zu gehen droht: Die gegnerische Königstellung ist schon sturmreif, aber mangelnde Routine läßt einen verborgenen Mattangriff nicht erkennen. Schnell ist dann eine Gewinnchance vertan.

 

Nur ein geschultes Auge kann den gewinnversprechenden Weg finden. Erst ein gezieltes Training vermittelt die Fähigkeit, im rechten Moment, in der entscheidenden  Position, einen zwin­genden Opferangriff einzuleiten. Dieses Buch enthält glän­zende Beispiele überraschender und origineller Schlußwendun­gen, die alle zum Matt führen, wobei durch die Aufteilung jeder Partie zunächst der Leser versuchen kann, die Gewinnfort­setzung selbst aufzuspüren. Findet er die Lösung nicht, wird ihm das verblüffende Ergebnis auf verständliche Weise erläu­tert. Eine lehrreiche Erfahrungssammlung, die in Form einer kurzweiligen und unterhaltsamen, ja amüsanten Lektüre dar­geboten wird.

 

Der Autor, ehemaliger Bundesligaspieler und mit seiner Mannschaft Deutscher Meister geworden, heute als Bundesliga-vereins-Präsident und als Schriftleiter einer großen deutschen Schachzeitung im Schachsport tätig, hat in diesem Buch die wohl schönsten und genialsten Mattangriffe aus der Schach­geschichte zu lehrreichem Anschauungsmaterial zusammen­getragen.

 

 

Matanovic, Anthologie der Schach-Kombinationen

Schachinformator
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Aleksandar Matanovic

Schach-Kombinationen

Chess Informant 1995

Gebunden, Kunstleder, Sehr gut erhalten, mit Schutzumschlag, 424 Seiten

ISBN 84-89046-05-0

Meyer, Im Spiegel der Analyse (Olms)

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Claus Dieter Meyer

Schachlektionen aus der Bundesliga. Mit Beiträgen und einem Vorwort von John Nunn.

Aus dem reichhaltigen Fundus der 1. Bundesliga-Praxis, an dem namhafte Meister aus dem In- und Ausland beteiligt sind, wird dem Leser eine delikate Auslese nahegebracht.

208 Seiten mit 231 Diagrammen, Paperback

Edition Olms 1987

PraxisSchach Band 3

ISBN 3-283-00233-9

Panow, Der Angriff in der Schachpartie (franckh Schach)

franckh Schach
Out of Print
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W. N. Panov

Strategie und Taktik in der Praxis

Frankh'sche Verlagshandlung Stuttgart 1989

80 Seiten, kartoniert

Der Angriff ist ein Komplex von auf die gegnerische Stellung gerichteten taktischen Drohungen, die eine strategiesche Wende herbeiführen sollen. Jeder Angriff läuft letzten Endes auf zwei Ziele hinaus: entweder den gegnerischen König unmittelbar mattzusetzen oder entscheidendes Stellungs- oder Materialübergewicht zu erhalten.

Nicht selten wird ein Angriff mit einer Kombination, mit sonstigen "Scharmützeln" oder Abtauschen verwechselt. Dem hilft das vorliegende Buch ab. Ausgehend davon, daß die Grundsätze von Strategie und Taktik bekannt sind, beleuchtet der Autor die elementaren theoretischen Grundlagen nur kurz und geht dann ohne Umschweife das Thema von der rein sportlich-praktischen Seite an.

Wassilij N.Panow fasst hier 25 Jahre Erfahrung eines sowjetischen Schachmeisters zusammen. Aus seinen Partien haben viele heutige Großmeister gelernt, seine tiefen Analysen bereicherten die Schachwelt außerordentlich. Genannt sei hier stellvertretend der Panow-Angriff in der Caro-Kann-Verteidigung, der auch heute noch eine gefährliche Waffe des Anziehenden in der Eröffnung darstellt.  (Text Cover)

ISBN 3-440-06028-4

 

 

Tartakower, Bernsteins Schach- und Lebenslaufbahn (Olms)

Edition Olms
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Savielly G. Tartakower

Moderne Schachstrategie

Bernsteins Schach- und Lebenslaufbahn

Tschaturanga Band 61

Edition Olms 1985, Kunstledereinband

Nachdruck der Ausgabe Breslau 1930, 144 Seiten

in Kunststofffolie

Der Titel "Moderne Schachstrategie" ist irreführend, denn eigentlich befasst sich dieses Buch mit der Schachlaufbahn von Dr. Ossip Bernstein bis 1930. Der Autor, Dr. Savielly Tartakower, der für diese Ausgabe 50 Partien Bernsteins ausgewählt und ausführlich erläutert hat und gerade dadurch ein "Lehrbuch der modernen Schachstrategie" hervorbrachte, schieb in der Einleitung u. a., dass "der erste Anstoß jener Jugend gegen die Hegemonie vorheriger Großeister" durch Dr. Beernstein, und zwar in Barmen 1905, gegeben wurde. (Text Cover)

Taulbut/Jones, Der richtige Abtausch (franckh Schach)

franckh Schach
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S. Taulbut/S. Jones

Theorie und Anwendung im Schachspiel

Franckh'sche Buchhandlung Stuttgart 1989

176 Seiten, kartoniert

Die Wahl eines Zuges trifft der erfahrene Schachspieler aufgrund einer Mischung aus Analyse und Stellungsbeurteilung. In jeder Stellung kommt dem Spielraum sowohl der eigenen als auch den gegnerischen Figuren eine besondere Rolle zu; deshalb ist es wichtig, zu erkennen, welche Figuren getauscht werden sollen und welche nicht. Gewöhnlich wird getauscht, um sich einen Vorteil zu verschaffen oder einen des Gegners zu verhindern. Im allgemeinen erwartet man, daß nur gleichwertiges Material getauscht wird, aber es gibt auch Fälle, bei denen die Dame gegen einen Bauern getauscht wird, weil dies zu noch größerem Vorteil führt.

Im vorliegenden Buch werden die Entscheidungskriterien untersucht, die zu einem Abtausch führen, und gezeigt, wie man Stellungen mittels Abtauschen richtig behandelt. Es werden zahlrieiche Beispiele aus der Turnierpraxis angeführt, abgerundet durch ausgwählte Übungen. (Text Cover)

Von diesem Beitag zur Theorie des Schachspieles, der auf die verschiednen Abtauschsituationen eingeht, können nicht nur Vereinsspieler aller Spielstärken profitieren; auch dem fortgeschrittenen Anfänger wird ein kompetenter Leitfaden an die Hand gegeben. (Text Cover)

ISBN 3-440-06029-2

Tröger, Danke Partner - für Deinen Fehler (franckh Schach)

franckh Schach
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Paul Tröger

Schach, Matt, Patt - auch Meister können straucheln!

Frankh'sche Verlagshandlung Stuttgart 1989

kartoniert, 95 Seiten

Stellen Sie sich vor, es gäbe keine Fehler mehr? Das Schach­spiel wäre tot!

 

Da bekanntlich »alle Fehler bereit liegen, sie brauchen nur noch gemacht zu werden«, ist es unnötig, die eigene Phantasie anzustrengen, um noch naivere oder originellere Fehler auf die 64 Felder zu zaubern. Dieses Buch zeigt - in über 140 ausgewähl­ten Beispielen aus der Turnierpraxis - wie solche Fehler entste­hen und wie man sie vermeiden kann. Aufgabe und Lösung sind voneinander getrennt, so daß der Nachspielende unbeeinflußt die Fehlerquelle aufspüren und sein Ergebnis am Ende jeden Kapitels mit der tatsächlichen Fortsetzung in der Partie ver­gleichen kann.

 

Dr. Paul Tröger, Deutschlandmeister des Jahres 1957, Teil­nehmer bei den Olympiaden 1958 und 1962, seit Jahren Bundesligaspieler des mehrfachen deutschen Mannschaftsmeisters SG Porz, ist ein bekannter Journalist und geschätzter Schach­experte. Er gilt als Mitentdecker und Förderer von Robert Hübner. Seine Schachartikel finden in weiten Kreisen großen Anklang. (Text Cover)

 

ISBN 3-440-05899-9

Mihok, Pawn Dynamics

Mihok
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Laszlo Mihok, Oliver Mihok

Pawn Dynamics

Budapest 2016, kartoniert, 248 Seiten

in sechs  Sprachen:

englisch, deutsch, französisch, russisch, ungarisch,

spanisch

Bauerndynamik

Der FIDE-Meister und erfahrene Schachtrainer László Mihók hat zusammen mit seinem Sohn, dem FIDE-Großmeister Olivér Mihók, ein bemerkenswertes Buch über die Rolle der Bauernführung im Schach herausgebracht. An über 1000 Beispielen aus der internationalen Turnierpraxis zeigt er auf, wie wichtig die Rolle der Bauern ist. Oft zunächst unscheinbare Bauernzüge können den Charakter einer Stellung durch offene oder versteckte Drohungen infolge der Öffnung von Linien oder Diagonalen total verändern, und scheinbar statische Positionen entfalten  nach dem Ausführen des Schlüsselzuges eine unerwartete Dynamik, wobei Stärken und Schwächen beider Partien sich nicht selten plötzlich in ihre Gegenteile verkehren. Das gesamte Material ist in drei Gruppen so aufbereitet, dass es für durchschnittliche, stärkere und sehr starke Spieler geeignete Beispiele bereithält. Die Lösungen sind mit ausführlichen Varianten unterlegt, so dass zur jeweiligen Stellung keine Frage offen bleibt. (HPK)

 

BAUERNDYNAMIK

 „Die Bauern sind die Seele des Schachspiels”

François-André Danican Philidor

 

Im 15. und 16. Jahrhundert, der Zeit berühmter alter Meister, insbesonder des Spaniers Lucena und des Italieners Greco blühte die romantische Schule des Schachspiels auf. Ihr Stil ist durch Taktik, tiefe Kombinationen und scharfe Königsangriffe -geprägt. In der Mitte des 18. Jahrhunderts hat der Franzose François Philidor die Bedeutung der Bauern erkannt, sein 1749 erschienenes Buch „Analyse du jeu des Échecs” galt jahrhundertelang als theoretisches Grundsatzwerk. Gute 100 Jahre später haben der Amerikaner Paul Morphy, der Östereicher Wilhelm Steinitz, der erste offiziele Weltmeister, und der deutsche Siegbert Tarrasch die Grundsteine der positionellen Schule gelegt, deren Stil als klassisch bezeichnet wird. Sein Wesen kann man so folgendermaßen umreißen: Vom Beginn der Partie an sollte man versuchen, durch einen geeigneten Plan ein Übergewicht zu erzielen, und nach Anhäufung kleiner Vorteile kann möglicherweise durch einen taktischen Schlag ein erfolgreicher Angriff durchgeführt werden. Die taktische Elemente des Spiels werden also dem strategischen Vorhaben untergeordnet.

 

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunders hat sich herausgestellt, dass der Kampf oft zu schablonenhaft geführt wurde. Zudem ist auch das Schachwissen umfangreicher gewoden, so dass den Bemühungen kleine positionelle Vorteile anzuhäufen Grenzen gesetzt sind. Immer stärker setzte sich eine neuartige dynamische Stellungbehandlungmit  komplizierten Stellungenund kreativem Spiel durch gepaart mit Logik, Phantasie und Technik . Neue Generationen von Großmeistern erschienen, zunächst Aljechin, Reti, Nimzowitsch und später die Besten der sowjetische Schachshule, an der Spitze der mehrfache Weltmeister Mihail Botvinnik. Die wichtigste Elemente des dynamische Schaches sind Entwicklung, Initiative, verschiedene Bauernangriffe und Durchbrüche sowie sogar Köningszüge zu Angriffszwecken.

 

Die führende Schachspieler haben erkannt, dass in offenen Stellungen die dynamischen Vorteile durch aktive Figuren leichter zu verwerten sind. Durch die Bauerndynamik wird die Energie, die in den verschiedenen Bauernstrukturen gespeichert ist, explosionsartig freigesetzt. Wenn wir z. B. Einen Entwicklungsvorsprung oder Stellungsvorteile haben, die in geschlossenen Strukturen schwer zu sehen sind, können durch dynamische Bauernzüge unvermittelt zuvor inaktive Figuren zur Wirkung kommen. Diesen Prozess kann man dann gut erkennen, wenn nach jedem dynamischen Zug eine Stellungsbeurteilung durchgeführt wird, und so werden wir die Änderung der wirklichen Wertes einzelner Figuren gut sichtbar werden. Die Erfahrung zeigt, dass Opfer und  dynamische Züge, auch wenn sie nicht ganz korrrekt seinein sollten, den Gegner aus seiner logischen, ruhigen Bahn herauswerfen, und öfter findet er dann nicht die beste Verteidigung, worauf schon Siegbert Tarrasch hinwies.

 

 Der in Wien lebender GM Valeri Beim hat die Wesenzüge der modernen, dynamische Spielweise folgendermaßen beschrieben:

„In vielen komplizierten Positionen kann von dauerhaften Merkmalen abgesehen werden, und tiefere und rasch veränderliche Umstände spielen eine wichtigere Rolle. z.B. Schwächen sind nur diejenigen, die ausnutzbar sind. Das Wesen des dynamischen Herangehens besteht darin, dass es erlaubt, die tiefe Dialektik der Schachkunst, die Elemente der Logik und Phantasie untrennbar vereinigt, aufzudecken. Das Spiel hat nach einen langen historischen Entwicklungsprozess das Beste aus der romantischen und der positionellen Schule übernommen, Strategie und Taktik sind gleichgestellt geworden.”

Yaroslav Strokowski  (Strukturiertes Schachtraining, 2013) meint, dass in offenen Stellungen einer der häufigsten und wichtigsten Vorteile der Zeitvorsprung ist, und wenn diese Partei auch die Initiative besitzt, dann kann ein statischer zu einem bedeutenderem Vorteil transformiert werden.

 

 Die wichtigste Erscheinungformen dynamischer Bauernzügen möchte ich vorstellen:

 

Angriffsmarke

 

Richard Reti (Die neuen Ideen im Schachspiel 1922) bezeichnete das Feld d5 im Damengambit und später Siegbert Tarrasch (Das Schachspiel 1931) die „h3- und h6-Eselsohren-Bauern” als Angriffsmarken.

Nach Tarrasch damaliger  Meinung, sollte Weiss mit dem Zug h3 vorsichtig sein, solang Schwarz noch keine (kurze) Rochade gemacht hat, weil er einen starker Angriff erlauben könnte.

 Der schottischer GM  Jacob Aagaard greift dieses Thema in seinem Buch Exelling at Technical Chess  (2004) als moderne Waffe gegen Felder- und Bauernschwächen wieder auf, was eng mit Initiative, Durchbruch und mit der Dynamik allgemein verbunden ist.

 

Der Hebel

 

Der Hebel bedeutet ständige Spannung in der Stellung, es gibt Kreuz- und Treppenhebel. Es gehört zur dynamischen Spielweise, dass man die Voraussetzungen dafür  schaffen sollte. falls diese Möglichkeit nicht vorhanden ist, 

Über die einfachste Form findet  man im Buch von Hans Kmoch (Die Kunst der Bauernführung, 1956) ein gute Beschreibung, wobei die e4/d5-Bauern vor dem gegenseitigen Schlagen stehen. Vom berühmten russischen Trainer Mark Dvoretski möchte  ein wichtige Definition zitieren:

„Der  Hebelangriff  auf die gegnerische Bauernkette mit einem eingenem Bauern –zur rechten Zeit- erlaubt uns, Linien für die Figuren zu öffnen sowie starke gegnerische Bauern zu schwächen oder sie ganz zu beseitigen.”

 

Der Durchbruch

 

Der Durchbruch ist eng mit dem Hebel verwandt, einer der wichtigsten Waffen des dynamischen Schachspiels. Er ist mit der Initiative ,  oft mit einem Opfer oder einer  Kombination verbunden, und kann mit Bauern oder Figuren die gegnerische Bauernstruktur durchbrechen.

Dadurch werden Linien zu Angriffzwecken geöffnet, gefährliche Freibauern gebildet oder andere Vorteile erreicht. Das muss gründlich vorbereitet werden, alle Figuren sollten zuvor auf ihre effektivsten Plätze gebracht werden.

 

Wasserfall, oder Potenzielle Energie

Dies ist ein spezielle Durchbuchsform, wenn die Bauern auf der 6. oder 7. Reihe stehen und vielfach durch Figurenopfer zu gefährlichen Freibauern werden können. Wenn sie gut verteidigt sind, haben solche Bauern ihren tatsächlichen Werte wesentlich erhöht. Sie können sie eine große potentielle Umwandlungsenergie haben,, die auf den Schachbrett wie ein Hochwasser oder ein Wasserfall wirkt, . Je näher ein Bauer dem Umwandlungsfeld ist, desto gefährlicher wird er. Erfahrungsgemäß haben verbundene Freibauern öfter den Wert von Leichtfiguren.

 

Durchbruch im Zentrum, am Königsflügel - Bauernwalze

 

Bei der Bauerwalze gewinnt man für die eigenen Figuren Raum und engt die gegnerischen Kräfte ein. Um die Bauernwalze effektiv werden zu lassen, sollt sie von den eigenen Figuren gut unterstützt werden. Für einen aussichtsreichen Köningsangriff sollte man die Verteidigungsfiguren vertreiben und dann die Bauernstruktur zerstören, also die gegnerische Königstellung schwächen. Es darf nie vergessen werden, dass bei erfolgsreichem Flügelangriff die Sicherheit des Zentrums sehr wichtig ist, es sollte geschlossen bleiben, und das beste Mittel gegen eine Flügeloffensive ist der Gegenschlag im Zentrum!

 

Durchbruch in Endspiel- Freibauer gewinnt

 

Die Figuren haben materialmäßig zwei Werte, einer ist in der Ausgangsposition der theoretische und der andere während des Partieablaufs der tatsächtliche Wert. Der letztere ändert sich ständig, er hängt sich von vielen Faktoren ab. Diesbezüglich ist es sehr wichtig, wo sich die Figuren auf dem Brett befinden, wie viele Felder sie kontrollieren und wie groß ihre Bewegungfreiheit ist. Der Wert der Bauern kann ebenfalls unterschiedlich sein, am Partieanfang sind die Mittelbauern wertvoller, im Endspiel sind weniger Figuren vorhanden und die Mattgefähr ist geringer, deshalb steigen die Werte der Bauern und die  Kmapfkraft des Königs.

In unserem Buch behandeln wir ein Teilgebiet des dynamischen Schachspiels, nämlich die aktiven, angreifenden Bauernzüge, die Durchbrüche, die „Torpedos”, den „Wasserfall”, dann den Angriff gegen den König, die Freibauernbildung, das Bauernopfer und die Zwischenzüge. Zusammengefasst nennen wir das die Bauerndynamik.

Wir haben die Ziele der Züge, deren Motive und die Techniken analysiert.  Dafür wurden etwa 1200 Diagramme, überwiegend aus Wettkampfpartien, ausgewertet.

Alle Stellungen haben wir in 32 Kapitel nach dominanten Motiven eingeteilt.

Sie sind im des weiteren nach Spielstärke in drei Stufen und bis hin zum Meisterniveau geordnet. Einige Beispiele lassen sich mehreren Gruppen zuordnen.

Zu betonen ist, dass wir nicht nur die Bauernzüge prüfen müssen. Oft  stehen Figurenzüge am  Anfang und Figurenopfer sind regelmäßig Grundlage für den Erfolg einer Kombination.

 

Liebe Leser und Leserinnen! Beinahe jeder interessierte Schachspieler, Trainer oder Schachliebhaber dürfte in diesem Buch die seiner Spielstärke entschprechenden Übungen finden. Durch die vorgestellten Lösungen lassen sich die kleinste Einheit, der Bauer, und die ihm eigenen Geheimnisse näher kennelernen. Sie bekommen die Möglichkeit, diese moderne Spielweise zu verstehen, sie in die Ihre Spielbehandlung einzubauen und Ihre eigenen rechnerischen und kombinatorischen Fähigkeiten zu verbessern, um schließlich dann selbst mit einer gewissen Kunstfertigkeit kreativ seien zu können. Dabei wünsche ich Ihnen viel Spaß und Erfolg!